
Hightech auf vier Pfoten: Roboterhund in Lüdenscheid
Das TUMO-Zentrum in Lüdenscheid hat ein neues Mitglied aus Metall und modernster Technik dazugewonnen. Ein hochentwickelter Roboterhund soll Jugendlichen die Welt der Programmierung und Künstlichen Intelligenz spielerisch näherbringen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 01.04.2026 05:46
Modernste Technik im Lüdenscheider Stadtbild
Der neue Roboterhund im TUMO-Zentrum Lüdenscheid sieht auf den ersten Blick aus wie ein wohlerzogenes Haustier, ist aber ein technisches Meisterwerk. Anders als viele herkömmliche Roboter bewegt er sich nicht auf Rollen, sondern auf vier gelenkigen Beinen durch die Räume. Diese spezielle Bauweise ermöglicht es ihm, problemlos Treppen zu steigen und sich auf unebenem Boden in der Lüdenscheider Innenstadt sicher zu bewegen. Mit einer enormen Kraft in den Gelenken kann die Maschine sogar springen oder einen Handstand machen. Workshopleiter Jood Jabbooli hat den Hund bereits in der Fußgängerzone getestet, wo er ihm eigenständig und sicher gefolgt ist. Die Passanten zeigten sich erstaunt über die flüssigen und natürlichen Bewegungen des mechanischen Begleiters.
Intelligente Sensoren und künstliche Intelligenz
Hinter der Fassade des Roboterhundes steckt eine Technik, die ähnlich wie ein Radar funktioniert und Hindernisse sofort erkennt. Ein sogenanntes LiDAR-System scannt die gesamte Umgebung in einem 360-Grad-Winkel ab, damit der Roboter nirgendwo anstößt. Dank einer eingebauten Künstlichen Intelligenz kann das Gerät sogar auf Sprachbefehle reagieren oder einfache Unterhaltungen mit den Jugendlichen führen. Der Akku hält bei voller Belastung etwa zwei bis drei Stunden, bevor der mechanische Vierbeiner wieder in seine Ladestation muss. Verschiedene vorinstallierte Profile erlauben es zudem, dass der Roboter wie ein echter Wach- oder Hütehund agiert und auf menschliche Gesten reagiert.
„Der Roboter ist eine spielerische Art, Jugendlichen Anwendungen aus der Realität näher zu bringen“ - Jood Jabbooli, TUMO Robotics-Workshopleiter
Praxisnahes Lernen für die Zukunft in Lüdenscheid
Im TUMO-Zentrum wird der Roboterhund vor allem dazu genutzt, abstrakte Themen wie Algorithmen für junge Menschen greifbar zu machen. Die Jugendlichen lernen vor Ort, wie geschriebene Befehle auf einem Bildschirm direkte Auswirkungen auf die Bewegungen einer Maschine haben. So lässt sich am Beispiel des Hundes erklären, wie auch moderne Sensoren in autonomen Autos funktionieren und Objekte oder Farben erkennen können. Das Projekt soll die Neugier wecken und die Schüler dazu motivieren, eigene Ideen für die Technik von morgen zu entwickeln. Neben dem Hund wartet mit einem Roboter aus dem 3D-Drucker bereits die nächste Herausforderung auf die Teilnehmer im Zentrum.
„Hier kann ich praktisch zeigen, was zum Beispiel autonome Autos benötigen: Sensoren, um Objekte und Farben zu erkennen.“ - Jood Jabbooli, TUMO Robotics-Workshopleiter