
Hemer: Rentner wegen Messerangriff zu Haft verurteilt
Das Landgericht Hagen hat einen 70-jährigen Rentner aus Hemer wegen gefährlicher Körperverletzung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte seinem Nachbarn nach einem eskalierenden Streit ein Messer in den Hals gestochen.
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Urteil im Messerangriff-Prozess: Hemer
Das Landgericht Hagen hat am Montag, 19. Oktober 2026, sein Urteil gesprochen. Ein 70-jähriger Rentner aus Hemer ist wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Das Gericht verhängte eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren. Die ursprüngliche Anklage hatte auf versuchten Totschlag gelautet. Diesen Vorwurf sah die Schwurgerichtskammer als nicht bestätigt an.
Messerangriff in Hemeraner Garage
Der Vorfall ereignete sich im Juli 2024 in einer Garage in Hemer. Laut Gericht stach der Angeklagte seinem Nachbarn ein Messer in den Hals. Das Opfer erlitt dabei eine Schnittwunde direkt unterhalb des Kehlkopfes und musste eine Woche lang im Krankenhaus behandelt werden. Dem Angriff war ein seit Längerem andauernder Nachbarschaftsstreit vorausgegangen, der in der Garage eskalierte.
Angeklagter berief sich auf Angst - Verteidiger forderte Freispruch
Im Prozess gab der 70-Jährige an, aus Angst gehandelt zu haben. Er schilderte, sich durch den jüngeren und körperlich überlegenen Nachbarn bedroht gefühlt zu haben. Der Verteidiger des Rentners hatte vor Gericht einen Freispruch gefordert. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig - der Angeklagte kann Rechtsmittel einlegen.