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Heimatpreis im Märkischen Kreis geht an drei Vereine
© Märkischer Kreis/Katharina Buschmann
Erster Preis: Bremmecker Hammer, Lüdenscheid
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Heimatpreis im Märkischen Kreis geht an drei Vereine

Der Heimatpreis 2026 im Märkischen Kreis geht an drei ehrenamtliche Projekte mit starkem regionalem Bezug. Ausgezeichnet wurden der Förderverein Schmiedemuseum Bremecke, die Dorfpaten Rönsahl und der Förderverein Kapelle & Pavillon Ortlohnpark Iserlohn.

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Heimatpreis 2026 im Märkischen Kreis verliehen

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Drei ehrenamtliche Projekte aus dem Märkischen Kreis sind mit dem Heimatpreis 2026 ausgezeichnet worden. Den ersten Platz belegt der Förderverein Schmiedemuseum Bremecke e.V. Den zweiten Platz teilen sich die Dorfpaten Rönsahl aus Kierspe sowie der Förderverein Kapelle & Pavillon Ortlohnpark Iserlohn e.V. Gewürdigt wurden damit Initiativen, die auf unterschiedliche Weise Geschichte bewahren, Gemeinschaft stärken und Heimat im Märkischen Sauerland lebendig halten. Insgesamt gab es 16 Bewerbungen für den Wettbewerb „Unsere Heimat - Märkisches Sauerland“.

Die Preisverleihung fand im Ständesaal des Kreishauses Altena statt. Der erste Platz ist mit 5.000 Euro verbunden. Die beiden zweitplatzierten Projekte erhalten jeweils 2.500 Euro. Unterstützt wird der Heimatpreis vom Land Nordrhein-Westfalen. Über die Auszeichnungen entschied eine Jury aus Mitgliedern der Kreistagsfraktionen, Vertretern der Kreisverwaltung sowie sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern.

„Der Heimatpreis macht die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements im Märkischen Kreis sichtbar, sei es die Wiederbelebung eines historischen Ortes, die Vernetzung eines ganzen Dorfes oder der Einsatz für den Erhalt eines bedeutenden Industriedenkmals. Alle drei Projekte zeigen, dass Heimat von Menschen gestaltet wird, die Verantwortung übernehmen und sich für ihre Region einsetzen.“ - Ralf Schwarzkopf, Landrat

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Schmiedemuseum Bremecke in Lüdenscheid auf Platz eins

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Der erste Platz geht in diesem Jahr an den Förderverein Schmiedemuseum Bremecke. Der Verein engagiert sich für den Erhalt und die künftige Wiederbelebung des Bremecker Hammers in Lüdenscheid-Brüninghausen. Ziel ist es, die Industriegeschichte des Märkischen Sauerlands wieder sichtbarer zu machen und das Schmiedehandwerk als Teil der regionalen Geschichte zu erhalten. Das Industriedenkmal ist seit mehr als zehn Jahren wegen seines baulichen Zustands geschlossen. Seit der Wiederbelebung des Vereins im Jahr 2024 wird an Ideen für eine spätere Nutzung gearbeitet.

Auch wenn das Gebäude aktuell noch nicht für Besucher geöffnet ist, laufen bereits konkrete Projekte. Der Förderverein arbeitet unter anderem mit dem Berufskolleg für Technik zusammen. Bei einer Projektwoche helfen angehende Techniker dabei, einzelne Objekte zu restaurieren. So wird die Geschichte des Ortes nicht nur bewahrt, sondern auch für jüngere Menschen greifbar gemacht. Langfristig soll der Bremecker Hammer zu einem Lern-, Kultur- und Erinnerungsort werden.

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Dorfpaten Rönsahl stärken Gemeinschaft in Kierspe

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Heimatpreis im Märkischen Kreis geht an drei Vereine
© Märkischer Kreis/Katharina Buschmann
Dorfpaten Röhnsal
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Einen gemeinsamen zweiten Platz erhalten die Dorfpaten Rönsahl. Die Initiative ist 2024 aus der Organisationsgruppe für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ entstanden. Die Dorfpaten verstehen sich als Verbindung zwischen Vereinen, Gewerbetreibenden, Institutionen, Verwaltung und den Menschen vor Ort. Ihr Ziel ist es, Rönsahl gemeinsam lebenswert zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dafür setzen sie auf viele unterschiedliche Projekte im Alltag des Dorfes.

Das Engagement reicht von Heimat- und Denkmalpflege bis zu Natur- und Umweltschutz. Die Dorfpaten kümmern sich um Hinweisschilder, Ruhebänke und Naturflächen. Sie unterstützen außerdem Angebote für Kinder und Familien und fördern die Vernetzung im Ort mit Internetseite, sozialen Medien und einer Dorf-App. Auch über Rönsahl hinaus sind sie aktiv. Beim Kiersper Stöbertag halfen sie bei der Entwicklung einer Open-Source-Software, mit der Plätze für rund 200 Grundschulkinder fair vergeben und Wege zu Unternehmen und Einrichtungen geplant werden können.

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Heimatpreis im Märkischen Kreis geht an drei Vereine
© Märkischer Kreis/Katharina Buschmann
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Ortlohnpark in Iserlohn wird neu belebt

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Ebenfalls auf dem zweiten Platz landet der Förderverein Kapelle & Pavillon Ortlohnpark Iserlohn e.V. Im historischen Ortlohnpark am Iserlohner Nußberg ist durch ehrenamtlichen Einsatz wieder ein Ort der Begegnung entstanden. Pavillon und Kapelle gehören zu den geschichtlich bedeutenden Anlagen in Iserlohn. Nach dem Wegzug der Akademie Haus Ortlohn im Jahr 2007 wurden die Gebäude über Jahre kaum genutzt und verfielen zunehmend. Aus einer öffentlichen Begehung im Jahr 2022 entwickelte sich zunächst ein Arbeitskreis, 2024 wurde dann der Förderverein gegründet.

Seitdem ist an dem Standort viel passiert. Pavillon und Kapelle werden Schritt für Schritt wieder nutzbar gemacht. Inzwischen gibt es dort regelmäßig Vorträge, Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und Begegnungsangebote. Der Pavillon hat sich so zu einem offenen Treffpunkt entwickelt. Im Dezember 2025 wurde das Projekt bereits mit dem ersten Platz beim Heimatpreis der Stadt Iserlohn ausgezeichnet. Im April 2026 wurde die Nutzungsvereinbarung für den Pavillon auf die Kapelle erweitert, außerdem entsteht derzeit ein barrierefreier Zugang.

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Ehrenamt prägt Heimat im Märkischen Sauerland

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Die drei ausgezeichneten Projekte stehen für ganz unterschiedliche Formen des Ehrenamts im Märkischen Kreis. Während in Lüdenscheid ein wichtiges Stück Industriegeschichte erhalten werden soll, geht es in Rönsahl vor allem um Gemeinschaft und Vernetzung. In Iserlohn wird ein historischer Ort neu mit Leben gefüllt. Gemeinsam zeigen die Preisträger, wie vielfältig Heimat gestaltet werden kann. Der Heimatpreis 2026 macht damit deutlich, welche Bedeutung ehrenamtlicher Einsatz für das Märkische Sauerland hat.

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