
Handlungskonzept 2040: So plant Südwestfalen die Zukunft
Mehr als 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben beim Südwestfalen-Konvent in der Schauburg Iserlohn über die Zukunft der Region beraten. Im Mittelpunkt stand das geplante „Handlungskonzept Südwestfalen 2040", das bis zum Sommer fertiggestellt werden soll.
Veröffentlicht: Montag, 04.05.2026 15:54
Mehr als 200 Gäste beim Südwestfalen-Konvent in Iserlohn
Beim Südwestfalen-Konvent in der Schauburg Iserlohn haben mehr als 200 Gäste aus der gesamten Region an der Zukunft Südwestfalens gearbeitet. Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Kultur und Ehrenamt waren der Einladung gefolgt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die regionale Zusammenarbeit in den fünf Kreisen nach der REGIONALE 2025 weitergehen soll. Der aktuelle Stand des „Handlungskonzepts Südwestfalen 2040" wurde dabei erstmals vorgestellt und diskutiert.
Fünf Themenfelder für die Zukunft Südwestfalens
Das Handlungskonzept konzentriert sich auf fünf Gestaltungsfelder: Wirtschaft und Arbeit, Natur und Landschaft, Energie, Wohnen, Mobilität und Versorgung sowie Bildung und Kultur. In thematischen Workshops brachten die Teilnehmenden ihre Perspektiven ein und setzten Prioritäten. Johannes Huxol, Vorsitzender des Vereins „Wirtschaft für Südwestfalen", warb dabei dafür, die Themen weiter zuzuspitzen. Südwestfalen müsse als Standort produzierender Unternehmen gemeinsam weiterentwickelt werden. Auch die Chancen durch die Energieerzeugung in der Region müssten genutzt werden. Dem Verein gehören mehr als 450 Unternehmen an.
Landrat Schwarzkopf fordert entschlossenes Handeln
Ralf Schwarzkopf, Landrat des Märkischen Kreises und Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalen Agentur, betonte beim Konvent die Dringlichkeit konkreter Schritte.
„Papier ist geduldig - die Zukunft nicht. Entscheidend ist, dass wir die Themen mit Energie, klarem Kurs und echtem Gestaltungswillen anpacken. Wer zögert, lässt Chancen liegen. Dafür braucht es Verantwortungsbewusstsein und den Einsatz vieler Akteure: aus den Kommunen, der Wirtschaft und mitten aus der Gesellschaft." - Ralf Schwarzkopf, Landrat des Märkischen Kreises
Prognos-Experte mahnt: Andere Regionen schlafen nicht
Das Handlungskonzept soll eine praxisnahe Arbeitsgrundlage werden - für Kreise, Städte, Wirtschaftsorganisationen, Tourismusverbände und Hochschulen. Ein Konzeptpapier für die Schublade solle es ausdrücklich nicht sein. Dr. Olaf Arndt von der Prognos AG, die den Prozess fachlich begleitet, richtete einen klaren Appell an die Beteiligten.
„Ihr dürft nicht nachlassen, denn andere Regionen schlafen nicht." - Dr. Olaf Arndt, Prognos AG
Ergebnisse fließen in Konzept ein - Fertigstellung bis Sommer
Die Rückmeldungen der Konvent-Teilnehmenden fließen nun in den aktuellen Entwurf des Handlungskonzepts ein. Bis zum Sommer 2026 soll es fertiggestellt werden. Der Entwurf war in den vergangenen Monaten von einer Arbeitsgruppe mit Verantwortlichen aus unterschiedlichen Bereichen der gesamten Region ausgearbeitet worden. Das „Handlungskonzept Südwestfalen 2040" entsteht im Auftrag der fünf südwestfälischen Kreise und des Vereins „Wirtschaft für Südwestfalen". Die Südwestfalen Agentur organisiert den Prozess.
