
Finanzsorgen in Iserlohn: Grundsteuer bleibt Unsicherheitsfaktor
Die angespannte Finanzlage trifft auch die Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis, darunter Iserlohn. Die Grundsteuer ist für die Kommunen eine wichtige Einnahmequelle, doch aktuell sorgt ein Gerichtsurteil in Nordrhein-Westfalen für Unsicherheit. Die Berechnungsgrundlage der Grundsteuer wird infrage gestellt, was direkte Auswirkungen auf die Haushaltsplanung hat. Hausbesitzer und Mieter wissen derzeit nicht, wie viel sie künftig zahlen müssen, da die Steuer auf die Miete umgelegt werden kann.
CDU fordert geringere Steuererhöhung und Personalkonzept
In Iserlohn setzt sich die CDU dafür ein, dass die Grundsteuer B und die Gewerbesteuer nur halb so stark angehoben werden, wie von der Verwaltung vorgeschlagen. Für die Stadtratssitzung am Dienstag (17.02.) hat die Fraktion einen entsprechenden Antrag eingebracht. Die CDU fordert zudem, dass die Verwaltung ein Personalkonzept vorlegt, das weitere Steuererhöhungen vermeidet. Nach Ansicht der Fraktion könnten Einsparungen bei den Stellen die geplanten Steuererhöhungen überflüssig machen.
Haushaltsentscheidung steht bevor: CDU droht mit Ablehnung
Die CDU-Fraktion macht ihre Zustimmung zum Haushalt 2026 von der Abstimmung über ihren Antrag abhängig. Sollte die Verwaltung nicht auf die Forderungen eingehen, droht die Fraktion, dem Haushalt die Zustimmung zu verweigern. Die Entscheidung über die Steuererhöhungen und das Personalkonzept steht morgen auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung. Die Auswirkungen einer höheren Grundsteuer betreffen nicht nur Eigentümer, sondern auch Mieter, da die Steuer auf die Mietkosten umgelegt wird.