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Grüne in Hemer wollen mehr Baumschutz – Umsetzung aber schwierig
© Radio MK/ Kimberly Bolinius
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Grüne in Hemer wollen mehr Baumschutz – Umsetzung aber schwierig

In Hemer wird es wohl vorerst keine Baumschutzsatzung geben. Nach Angaben der Stadtverwaltung fehlen für den Baumschutz aktuell Personal, Geld und rechtliche Kapazitäten. Die Grünen fordern eine solche Satzung – heute (08.09.) wird im Umweltausschuss darüber abgestimmt.

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Grüne stellen Antrag für Baumschutzsatzung in Hemer

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Die Fraktion Grüne Alternative Hemer hat beantragt, eine Baumschutzsatzung für die Stadt einzuführen. Das Ziel: Bäume besser vor grundlosen Fällungen zu schützen. In der Begründung wird auf die wichtige Rolle von Bäumen für das Ökosystem, das Stadtbild, den Klimaschutz und die Artenvielfalt verwiesen. Auch Lebensräume für Tiere sollten dadurch besser erhalten bleiben. Der Antrag steht heute (08.09.) auf der Tagesordnung im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr.

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Hemer sieht große Probleme bei der Umsetzung

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Die Stadtverwaltung teilt nach eigenen Angaben die Einschätzung, dass Bäume für Umwelt und Klima von großer Bedeutung sind. Kritisch bewertet sie aber die praktische Umsetzung einer Baumschutzsatzung in Hemer. Nach Darstellung der Verwaltung müsste bei einer solchen Regelung jede beantragte Baumfällung einzeln geprüft werden. Dazu würden Anträge mit Beschreibung, Lageplan und möglichst Fotos gehören. Häufig wären außerdem Vor-Ort-Termine nötig, um zu beurteilen, ob eine Fällung wirklich notwendig ist und ob Ersatzpflanzungen möglich wären.

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Fehlendes Personal und zusätzliche Kosten

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Nach Angaben der Verwaltung ist der zuständige Fachdienst Klima und Umwelt personell derzeit nicht in der Lage, diese zusätzlichen Aufgaben zu übernehmen. Für die Bearbeitung der Fälle wäre laut Stellungnahme mindestens eine zusätzliche Viertelstelle nötig. Hinzu kommen aus Sicht der Stadt mögliche Ausgaben für Gutachter, externe juristische Beratung und mögliche Gerichtsverfahren. Allein für Gutachten und Rechtsstreitigkeiten werden in der Stellungnahme zunächst rund 20.000 Euro veranschlagt. Da Hemer kein eigenes Rechtsamt hat, müsste rechtliche Unterstützung von außen eingekauft werden.

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Ersatzpflanzungen wären ebenfalls schwierig

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Nach Darstellung der Verwaltung gäbe es auch bei möglichen Ersatzpflanzungen praktische Probleme. Wenn Eigentümer keinen neuen Baum auf dem eigenen Grundstück pflanzen könnten oder wollten, müsste die Stadt selbst Flächen für neue Bäume bereitstellen. Genau das sei in Hemer aber nur eingeschränkt möglich, weil es nur noch wenige geeignete städtische Flächen gebe. Teilweise müssten solche Flächen erst gekauft werden. Auch dafür wären zusätzliche finanzielle Mittel nötig.

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Stadt setzt weiter auf Beratung und Nachpflanzungen

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Trotz der ablehnenden Haltung zur Satzung will die Verwaltung nach eigenen Angaben weiter versuchen, bestehende Bäume zu erhalten. Das soll unter anderem über Beratungsgespräche mit Bürgern geschehen, die eine Fällung planen. Außerdem sollen bei städtischen Straßenausbaumaßnahmen Neuanpflanzungen und Baumschutz besonders berücksichtigt werden. Leere Baumscheiben im Stadtgebiet sollen nach und nach wieder bepflanzt werden. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung lautet, den Antrag auf eine Baumschutzsatzung abzulehnen.

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