Glorreiche Vier? Super-Samstag mit dem Topspiel-Doppelpack

Bundesliga
© Hendrik Schmidt (dpa)

Fußball-Bundesliga

Berlin (dpa) - Ob sie in dieser Saison in der Champions League so etwas wie die glorreichen Vier werden, wird sich zeigen.

Das Zeug zu Superlativen in der Fußball-Bundesliga haben der FC Bayern München, RB Leipzig, Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen allemal. Sie sind die vier Erstplatzierten der vergangenen Saison. Sie sind die vier, die beim eminent wichtigen 2:0-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft in Nordirland zuletzt 11 der 14 eingesetzten Spieler stellten. Sie sind die vier, die nach Ansicht von Bayern-Trainer Niko Kovac auch in dieser Saison «alles untereinander ausspielen werden».

Bereits am vierten Spieltag sorgen diese vier Vereine nun für den Super-Samstag - Kracher im Doppelpack. Als sich Bayerns Pressesprecher nach der Konferenz mit Vorfreude auf das Topspiel gegen Spitzenreiter RB Leipzig verabschiedete, ergänzte Coach Kovac mit schelmischem Grinsen: «Es gibt ja zwei.» So ist es. Zumindest nominell.

Um 15.30 Uhr wird in Dortmund die Partie der Borussia gegen Bayer Leverkusen angepfiffen. Nach dem Schlusspfiff bleibt den Fußball-Fans eine gute Stunde Zeit zum Durchatmen, um 18.30 Uhr beginnt die Partie RB Leipzig gegen Bayern München. Ein Duell mit dem Zeug zum neuen Klassiker. Ein «ultimatives Spitzenspiel», schreibt selbst die Deutsche Fußball Liga.

Spannung ist programmiert. «Wir spielen mit dem Gedanken, am Samstag direkt zu 10 zu starten und den 11. Mann erst später einzuwechseln», twitterten die Leipziger, nachdem sie in den bisherigen acht Spielen gegen den deutschen Rekordmeister über 200 Minuten in Unterzahl bestreiten mussten. Ob zehn oder elf - die sogenannten Rasenballer werden den FC Bayern einem Stresstest unterziehen. Die Idealstarter wollen die Liga auch nach dem ersten Gipfeltreffen anführen.

Im Kreis der großen Vier der Liga befinden sich die Leipziger noch in einer Art Frühstadium. Im Mai 2016 stieg der Verein in die Bundesliga auf, gerade mal sieben Jahre nach der Gründung. Im Mai 2016 endete die Saison in der höchsten Spielklasse mit dem erneuten Titelgewinn des FC Bayern - zehn Punkte vor Dortmund, 28 Punkte vor Leverkusen. Ein Jahr später landete Leipzig bereits auf Platz zwei hinter den wieder klar triumphierenden Bayern. Die Leipziger seien sicher einer der Clubs, «der sich in den kommenden Jahren in der Spitze der Bundesliga etablieren und dadurch auch für Spannung sorgen wird», sagte Bayerns Vorstandsboss Rummenigge jüngst dem «Kicker».

Das neunte Duell des Branchenführers mit dem Emporkömmling dürfte diese Einschätzung bestätigen. Unter dem neuen Coach Julian Nagelsmann haben die Sachsen einen Start hingelegt, von dem die Bayern (2. Platz/7 Punkte), die Leverkusener (4./7) und die Dortmunder (5./6) nur träumen können.

Und in der Champions League erwischten die Leipziger die leichteste Gruppe der deutschen Vertreter. Am kommenden Dienstag, drei Jahre und vier Tage nach dem ersten RB-Spiel in der europäischen Meisterklasse, muss der Club bei Benfica Lissabon antreten. Machbar.

Zur selben Zeit empfängt der BVB den FC Barcelona womöglich mit Superstar Lionel Messi. Tags darauf spielt Leverkusen zuhause gegen Lokomotive Moskau, in der Gruppe befindet sich aber auch Juventus Turin mit dem anderen Fußball-Giganten, Cristiano Ronaldo.

Der FC Bayern beginnt mit einem Heimspiel am Mittwoch gegen Roter Stern Belgrad, in der Gruppe ist allerdings in Tottenham Hotspur einer der beiden Finalisten der vergangenen Saison. Zu einem deutschen Duell in der Königsklasse kann es erst im April 2020 kommen, wenn die Viertelfinalpartien anstehen. Sollten die vier Teams aus München, Leipzig, Dortmund und Leverkusen dann auch noch allesamt dabei sein, kämen sie einem glorreichen Abschneiden schon mehr als nah.

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