
Glasfaser und 5G im MK: Das ist der aktuelle Stand
Fast jeder zweite Anschluss im Märkischen Kreis ist mittlerweile ein Glasfaseranschluss - und beim Mobilfunk ist 5G bereits auf 94 Prozent der Fläche verfügbar. Die Kreisverwaltung hat den aktuellen Stand im Ausschuss für Digitalisierung und E-Government vorgestellt.
Veröffentlicht: Freitag, 19.06.2026 14:27
Glasfaser im Märkischen Kreis: Das sind die aktuellen Zahlen
Die Glasfaserquote im Märkischen Kreis liegt aktuell bei rund 49,7 Prozent - fast jeder zweite Anschluss ist damit bereits ein Glasfaseranschluss. Die Versorgung mit schnellem Internet über sogenannte Gigabitnetze liegt sogar bei rund 81,9 Prozent. Kreiskoordinator Matthias Pohl stellte die Zahlen im Ausschuss für Digitalisierung und E-Government vor, der diesmal im TUMO-Kreativzentrum für digitale Medien und Technologie in Lüdenscheid tagte. Pohl machte dabei deutlich, dass der Telekommunikationsmarkt grundsätzlich eigenwirtschaftlich funktioniert: Die Unternehmen entscheiden selbst, wo und wann sie ausbauen. Öffentliche Förderprogramme greifen nur dort, wo der Markt alleine keine ausreichende Versorgung sicherstellt.
Millionen für den Ausbau: Diese Förderprogramme laufen im MK
Hinter den Zahlen stecken umfangreiche Förderprogramme. Im sogenannten 3. Call wurden im Kreisgebiet bereits 24.500 Adressen erschlossen – mit einem Gesamtvolumen von rund 60 Millionen Euro und 1.000 Kilometern Tiefbau. Dieser Ausbau ist seit Ende 2025 abgeschlossen, die Akquise-Quote liegt bei rund 93,5 Prozent. Im laufenden 6. Call werden rund 6.700 weitere Adressen erschlossen, die zuvor als unterversorgt galten. Das Fördervolumen beträgt hier rund 98,8 Millionen Euro – finanziert zu 50 Prozent durch den Bund, zu 40 Prozent durch das Land NRW und zu etwa zehn Prozent durch kommunale Eigenanteile. Rund 72 Prozent der Anschlüsse sind bereits fertiggestellt, Ende 2026 soll der Ausbau weitgehend abgeschlossen sein. Zusätzlich laufen Arbeiten im Programm „Graue Flecken“: Dort werden rund 2.650 Adressen mit Glasfaser erschlossen, rund 41 Prozent sind bereits fertig. Zuletzt hatte der Rückzug des Unternehmens UGG aus dem Glasfaserausbau in Iserlohn für Ärger gesorgt. Stattdessen sollen nun andere Unternehmen einspringen.
Glasfaseratlas und Mobilfunk: So bleibt ihr auf dem aktuellen Stand
Auch beim Mobilfunk ist der Märkische Kreis gut aufgestellt: Die Flächenversorgung bei 4G liegt netzübergreifend bei 98 Prozent, bei 5G sind es 94 Prozent. Weitere Mobilfunkstandorte sind bereits in Planung. Wie der Mobilfunkausbau im Märkischen Kreis voranschreitet und wo noch Lücken bestehen, haben wir ebenfalls bereits berichtet. Wer wissen möchte, ob und wann der eigene Anschluss ausgebaut wird, kann das im Glasfaseratlas des Märkischen Kreises nachschlagen. Sobald neue Ausbaugebiete feststehen, werden sie dort veröffentlicht.
„Das Ziel ist, für alle Beteiligten nachvollziehbar zu machen, wo der Ausbau steht und welcher Netzbetreiber mit Glasfaser versorgt" - Matthias Pohl, Kreiskoordinator