
Folgen könnten zum Beispiel Lieferengpässe bei Medikamenten sein. Das hätte für viele Menschen tödliche Konsequenzen, sagt der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese, der selbst Arzt ist:
Sollte es zu einem ungeregelten EU-Austritt ohne Abkommen kommen, könnte es auch Versorgungsprobleme bei Medizinprodukten in Deutschland geben. Unter anderem geht es um Mittel, mit denen Blutspenden auf HIV getestet werden. Außerdem könnte ein harter Bruch mit der Europäischen Union zu Blockaden im Frachtverkehr führen. Deswegen hat auch bereits die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer vor einem möglichen No-Deal-Brexit gewarnt. Frank Herrmann ist der Außenhandelsexperte der SIHK in Hagen - er betont:
Die Zahl der Lastwagen, die den Ärmelkanal mit Fracht passieren, würde innerhalb eines Tages um bis zu 60 Prozent zurückgehen, heißt es in dem Planungsdokument. Die Störungen im Warenverkehr könnten demnach drei Monate dauern. Die SIHK rät daher allen Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen zu Großbritannien, sich so schnell wie möglich auf den Notfall vorzubereiten.