Anzeige
Feuerwehr und Forst im MK stärken Zusammenarbeit
© Märkischer Kreis/Alexander Bange
Teilen:

Feuerwehr und Forst im MK stärken Zusammenarbeit

Im Märkischen Kreis steigt die Waldbrandgefahr schon zu Beginn des Frühjahrs. Feuerwehr und Forstamt bereiten sich deshalb frühzeitig auf mögliche Einsätze bei Wald- und Vegetationsbränden vor.

Veröffentlicht: Mittwoch, 08.04.2026 04:48

Anzeige

Waldbrandgefahr im Märkischen Kreis steigt

Anzeige

Die Waldbrandsaison beginnt im Märkischen Kreis offenbar immer früher. Nach Angaben des Kreises zeigen aktuelle Messwerte bereits jetzt in ganz Nordrhein-Westfalen eine erhöhte Gefahr für Wald- und Vegetationsbrände. An allen Messstationen werden demnach mindestens mittlere Gefahrenstufen festgestellt. Auch wenn es zuletzt noch einmal kühl war, kann sich die Lage laut Kreis kurzfristig ändern. Deshalb richten Feuerwehr und Forst ihren Blick schon jetzt auf die kommenden Wochen und Monate. Ziel ist es, im Ernstfall schneller und gezielter reagieren zu können.

Anzeige

Feuerwehr und Forst arbeiten enger zusammen

Anzeige

Um sich besser auf mögliche Einsätze vorzubereiten, haben sich Vertreter des Brand- und Bevölkerungsschutzes sowie von Wald und Holz NRW zusammengesetzt. Mit dabei waren unter anderem Kreisbrandmeister Michael Kling, sein Stellvertreter Karsten Runte und Ausbildungskoordinator Jens Bartke. Für Wald und Holz NRW nahmen Julia Böning, Leiterin des Regionalforstamtes Märkisches Sauerland, und Revierförsterin Miriam Franzke teil. Im Mittelpunkt stand die weitere Zusammenarbeit für die bevorstehende Waldbrandsaison. Außerdem wurde eine wichtige Funktion neu übergeben: Miriam Franzke übernimmt künftig die Aufgabe der „Fachberaterin Wald und Holz“ und folgt damit auf Melanie Fischer.

Anzeige

Forstwissen hilft bei Einsätzen vor Ort

Anzeige

Die Fachberaterin bringt forstliches Wissen direkt in die Arbeit der Feuerwehren ein. Dazu gehört die Unterstützung bei Vegetationsbränden vor Ort, die Beratung bei der Einsatzplanung und die Mitwirkung in der Ausbildung. Auch detaillierte Forstkarten spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie helfen den Einsatzkräften einzuschätzen, wie sich ein Feuer in einem Waldgebiet ausbreiten könnte. Wie wertvoll diese Zusammenarbeit ist, hat sich laut Kreis unter anderem bei den großen Waldbränden am Hegenscheid in Iserlohn in den Jahren 2022 und 2025 gezeigt. Dort konnten durch die enge Abstimmung schnell spezialisiertes Personal und besondere Geräte organisiert werden.

„Auch, wenn die Temperaturen zuletzt noch kühl waren, wissen wir aus den vergangenen Jahren, dass sich die Lage sehr schnell ändern kann. Die Vegetation ist vielerorts bereits trocken, und Waldbrände beginnen faktisch immer früher im Jahr. Umso wichtiger ist es, dass wir vorbereitet sind. Die enge Zusammenarbeit mit Wald und Holz ist für uns dabei ein zentraler Erfolgsfaktor - sowohl in der Prävention als auch im Einsatz“ - Michael Kling, Kreisbrandmeister
Anzeige

56.000 Hektar Wald im Kreisgebiet

Anzeige

Neben der akuten Gefahrenlage ging es bei dem Treffen auch um den Zustand der Wälder im Märkischen Kreis. Besprochen wurden nach Kreisangaben außerdem aktuelle Aufforstungsprojekte, die Befahrbarkeit von Waldwegen und die Versorgung mit Löschwasser. Diese Punkte sind wichtig für die Einsatzplanung der Feuerwehren und für die Vorbereitung auf mögliche Brände. Das Regionalforstamt Märkisches Sauerland betreut rund 56.000 Hektar Waldfläche im Kreisgebiet. Damit zählt der Märkische Kreis zu den waldreichsten Regionen in Nordrhein-Westfalen. Gerade deshalb spielt eine gute Abstimmung zwischen Feuerwehr und Forstamt im Ernstfall eine wichtige Rolle.

Anzeige
Anzeige
Anzeige