
Fast täglich Sextortion-Fälle im Märkischen Kreis
Die Polizei im Märkischen Kreis warnt erneut vor sogenannter Sextortion im Internet. Am Wochenende ist ein Mann aus Meinerzhagen auf die Masche hereingefallen und danach erpresst worden. Demnach komme es mittlerweile fast täglich zu solchen Fällen.
Veröffentlicht: Dienstag, 12.05.2026 09:58
Erpressung mit Nacktfotos nimmt zu
Nach Angaben der Polizei kommt es im Märkischen Kreis mittlerweile fast täglich zu Fällen von sogenannter Sextortion. Dabei nutzen Täter intime Fotos ihrer Opfer, um Geld oder andere Handlungen zu fordern. Die Polizei im Märkischen Kreis warnt aus diesem Anlass erneut vor der Masche.
Meinerzhagener nach intimen Fotos erpresst
Ein Mann aus Meinerzhagen verschickte erst am vergangenen Wochenende intime Fotos an Unbekannte im Internet. Danach forderten die Täter Geld von ihm. Auch nachdem er der Forderung nachgegangen war, verlangten sie weiteres Geld. Der Mann wandte sich anschließend an die Polizei. Sie ermittelt nun wegen Erpressung.
Das rät die Polizei im Umgang mit Sextortion
Die Polizei rät, keine Freundschaftsanfragen von Unbekannten anzunehmen. In Videochats sollten sich Nutzer nicht zu sexuellen Handlungen oder zum Entkleiden überreden lassen. Persönliche Daten wie voller Name, Adresse oder Arbeitgeber sollten in Chats nicht preisgegeben werden. Außerdem empfiehlt die Polizei, die Webcam abzudecken, wenn sie nicht genutzt wird. Wer bereits erpresst wird, soll nach Angaben der Polizei kein Geld zahlen. Die Täter fordern demnach oft weiteres Geld. Betroffene sollen den Kontakt sofort abbrechen und die Täter auf allen Kanälen blockieren. Außerdem rät die Polizei, Beweise zu sichern. Dazu zählen Screenshots von Nachrichten, dem Profil des Täters und den Kontodaten für eine Geldüberweisung. Die Polizei empfiehlt, Anzeige zu erstatten und das Benutzerkonto bei sozialen Netzwerken oder Messengern zu melden.