
Altena: Prozess nach Überfall durch falschen Pflegedienst
Vor der 9. großen Strafkammer des Landgerichts Hagen startet am 16. Oktober die Hauptverhandlung gegen einen 34-jährigen Angeklagten. Ihm wird vorgeworfen, am 3. Mai 2025 gemeinsam mit weiteren Beteiligten in Altena eine besonders schwere räuberische Erpressung begangen zu haben. Nach Gerichtsangaben soll das Duo gegen 6 Uhr morgens an ein Wohnhaus gegangen sein. Um in das Gebäude zu gelangen, sollen sich die Täter als Mitarbeiter eines Pflegedienstes ausgegeben haben.
Mit Schusswaffe 300 Euro erbeutet
Laut Anklage soll nach dem Öffnen der Haustür einer der gesondert verfolgten Beteiligten einen Bewohner mit einer scharfen Schusswaffe bedroht und Geld gefordert haben. Dem 34-Jährigen wird vorgeworfen, anschließend gemeinsam mit weiteren Personen die Räume nach Bargeld durchsucht zu haben. Eine weitere Beteiligte soll sich in das Obergeschoss begeben haben. Dort soll sie einer bettlägerigen Frau eine Schusswaffe an den Hals gedrückt haben. Nach Darstellung der Ermittler übergaben die Geschädigten schließlich rund 300 Euro Bargeld.
Prozessbeginn am Landgericht Hagen
Der Prozess beginnt am 16. Oktober 2026 um 9:30 Uhr im Landgericht Hagen. Für die öffentliche Hauptverhandlung sind außerdem weitere Termine angesetzt. Fortgesetzt werden soll das Verfahren am 3., 12. und 23. November, jeweils um 9:30 Uhr. Verhandelt wird der Fall vor der 9. großen Strafkammer. Weitere Angaben zum Verlauf des Prozesses werden voraussichtlich erst im Laufe der Verhandlung bekannt.