
Untersuchungsausschuss in Lüdenscheid beleuchtet Brückendebakel
Im Düsseldorfer Landtag die Aufarbeitung des A45-Brückendebakels von Lüdenscheid erneut im Mittelpunkt. Heute (15.12.) müssen die beiden ehemaligen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Volker Wissing als Zeugen im Untersuchungsausschuss des NRW-Landtags aussagen. Im Fokus steht die Kommunikation rund um die Sperrung der Rahmedetalbrücke, wie der Ausschussvorsitzende betont. Der im Mai 2023 eingesetzte Untersuchungsausschuss „Brückendesaster“ soll klären, warum der Neubau der Brücke verschoben wurde - und wer die Verantwortung für die späte Erkennung der massiven Schäden trägt.
Sperrung der Rahmedetalbrücke hat Lüdenscheid jahrelang belastet
Die Rahmedetalbrücke der Autobahn 45 bei Lüdenscheid musste im Dezember 2021 nach einer Kontrolle kurzfristig gesperrt werden. Grund waren schwerwiegende Schäden und akute Einsturzgefahr. Die Sprengung der maroden Brücke erfolgte am 7. Mai 2023, im Oktober 2023 starteten die offiziellen Arbeiten am Neubau. Seit der Sperrung ist die wichtige Verkehrsachse auf der A45, die das Ruhrgebiet mit dem Ballungsraum Frankfurt verbindet, unterbrochen. Für Lüdenscheid und die Region bedeutet das täglich rund 20.000 zusätzliche Fahrzeuge, darunter etwa 6.000 Lastwagen, auf den Umleitungsstrecken.
Massive Folgen für Lüdenscheid und die Region
Die Sperrung der Rahmedetalbrücke hat gravierende Auswirkungen auf Lüdenscheid und das Umland. Die Bewohner leiden unter massivem Umleitungsverkehr, Stauchaos, Lärm- und Abgasbelastung. Auch der Lieferverkehr stockt, Fachkräfte wandern ab und Unternehmen verzeichnen Umsatzeinbußen. Die Industrie schätzt den entstandenen Schaden auf eine Milliardensumme. Hoffnung macht der Zeitplan für den Neubau: Bereits in einer Woche, am 22. Dezember, soll die neue Rahmedetalbrücke wieder befahrbar sein. In einem Jahr soll auch das zweite Brückenteil fertiggestellt sein.