Erntebilanz im Märkischen Kreis 2023: Herausforderungen und Hoffnung
Veröffentlicht: Donnerstag, 14.09.2023 07:33
Die Erntebilanz des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes in unserer Region fällt in diesem Jahr durchwachsen aus.

Regenfälle verzögern die Getreideernte im Märkischen Kreis
Die Erntebilanz des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes in unserer Region für das Jahr 2023 zeigt eine gemischte Bilanz, geprägt von den Herausforderungen der starken Regenfälle, der langanhaltenden Hitze und den Unwettern im Juli und August. Diese Ereignisse verzögerten die Getreideernte erheblich und zwangen die Landwirte zur Geduld.
Getreideernte im MK um bis zu vier Wochen verschoben
Die Folge der intensiven Regenfälle war eine Verzögerung der Getreideernte um bis zu vier Wochen. Die Felder waren vielerorts über längere Zeiträume hinweg aufgrund der Nässe nicht befahrbar, was die Erntearbeiten erheblich erschwerte. Schwierige Wetterbedingungen führten zu Ertragseinbußen bei Weizen, Roggen und Raps, wobei einige Bauern Ertragsverluste von bis zu 20 Prozent verzeichneten. Außerdem litt die Qualität des geernteten Getreides sichtbar. Für viele Landwirte bedeuten diese Einbuße auch finanzielle Auswirkungen.

Positive Erträge und Pilzinfektionen
Doch nicht alle Kulturen litten unter den veränderten Bedingungen. Mais und Zuckerrüben profitierten von der erhöhten Feuchtigkeit und zeigen bessere Erträge. Dies bietet zumindest einen Lichtblick inmitten der Herausforderungen des Klimawandels. Weitere Einbußen gab es hingegen bei den Kartoffeln. Durch die Feuchtigkeit waren sie in diesem Jahr anfälliger für Pilzerkrankungen. Ein Beispiel ist die Kraut- und Knollenfäule. Bei feuchtem Wetter bildet sich an der Blattunterseite ein weißer Pilzrasen. Befallene Kartoffelstängel zeigen dunkelgrüne bis schwarze Flecken. / DoP