
Umfangreiche Warnstreiks im Nahverkehr auch im Märkischen Kreis
Heute und morgen werden im Märkischen Kreis erheblich weniger Busse fahren. Dies ist auf die Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi im andauernden Tarifkonflikt zurückzuführen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich. Die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) geht jedoch davon aus, dass ihre Auftragsunternehmen nicht bestreikt werden. Das betrifft etwa jede zweite Fahrt.
Beeinträchtigung im Kundenzentrum der MVG
Wegen der Streiks ist die Erreichbarkeit der MVG stark eingeschränkt. Dies betrifft insbesondere die Kundencenter in Iserlohn und Lüdenscheid. Fahrgäste sollten sich daher online informieren. Eine Übersicht der voraussichtlich stattfindenden Fahrten findet ihr hier.
Bei vergangenen Streiks waren rund die Hälfte der Fahrten im Märkischen Kreis ausgefallen. Zuletzt bei einem Warnstreik Anfang Februar.
Arbeitgeber kritisieren Gewerkschaftsforderungen
Die Arbeitgeber bewerten die Forderungen der Gewerkschaft als unrealistisch. Insbesondere die Reduzierung der Wochenarbeitszeit um zwei Stunden stößt auf Widerstand. Die Verhandlungen im Tarifkonflikt waren bisher ergebnislos. Weitere Streiks sind nicht auszuschließen, sollten keine Fortschritte erzielt werden. In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen.