
Maisernte beginnt wegen Trockenheit schon Ende August
Die langanhaltende Trockenheit sorgt im Märkischen Kreis für eine deutliche Verschiebung des landwirtschaftlichen Kalenders. Laut dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband rollen die Maispflanzen auf den Feldern bereits ihre Blätter ein, um sich vor dem Wasserverlust zu schützen. Anstatt wie üblich zwischen Ende September und Mitte Oktober wird der Mais in diesem Jahr schon Ende August geerntet und in die Silos gebracht.
Pflanzen brauchen zwingend Restfeuchte für die Silos
Diese sehr frühe Ernte ist für die Betriebe zwingend nötig, damit die Pflanzen noch die erforderliche Restfeuchte besitzen. Barbara Kruse vom Landwirtschaftsverband betonte gegenüber Radio MK, dass sie einen so frühen Start der Maisernte noch nie erlebt habe. Die verbliebene Feuchtigkeit im Mais ist entscheidend, um den sogenannten Silier-Prozess in Gang zu setzen. Dieser chemische Vorgang macht das Futter haltbar und funktioniert nach einem ganz ähnlichen Prinzip wie die Herstellung von Sauerkraut.
Grasland für die Heuernte ist völlig vertrocknet
Das Grasland, aus dem normalerweise das Heu geschnitten wird, ist vollkommen vertrocknet. Nur der erste Schnitt im Frühjahr war gut. Die meisten Bauern haben zum Glück noch Futterreserven. Wenn die Trockenheit aber bis nächstes Jahr anhält, drohen laut Verband echte Probleme. Gut lief immerhin die Getreideernte mit einem starken Durchschnittsertrag. Die Trockenheit im Märkischen Kreis betrifft nicht nur die Landwirtschaft - auch Gartenbesitzer kämpfen mit den Folgen des trockenen Sommers.