
Der Teufel lauert im Blasenkatheter
Eine gebrauchte Spritzennadel auf der Bettdecke, der Blasenkatheter hängt bis auf den auf dem Fußboden und der Zugang im Arm der Patientin ist nicht verschlossen. Selten sind Fehler von Pflegern und Krankenschwestern so einfach zu erkennen, wie in diesem Zimmer. Aber es sind nur vier von 13 verhängnisvollen Fehlern, die in diesem Zimmer der Lungenklinik Hemer versteckt sind. Doch keine Angst: das ganze ist nur eine Übung und die Patientin eine gut verkleidete Schaufensterpuppe. Room of Horrors heißt dieses Trainingskonzept von Lungenklinik und Stadtklinik in Hemer. Ursprünglich kommt das Erfolgsmodell aus der Schweiz.
Veröffentlicht: Mittwoch, 26.11.2025 10:10
Mit den Rooms of Horrors wollen die Kliniken Fehler beim Versorgen der Patienten frühzeitig erkennen und verhindern. Das Training in dem nachgestellten Patientenzimmer ist extrem wirklichkeitsnah und entspricht dem Alltag in der Pflege. Hier können Fehler im geschützten und ungefährlichen Raum sichtbar gemacht werden. In dem Raum auf den Bildern liegt zum Beispiel die Patientin Lieselotte Schreck. Sie hat eine gefährliche Infektion mit multiresistenten Keimen. Und überall sind Fehler, Hygienerisiken und Sicherheitslücken versteckt, die von den Hygienekräften in ihrer Fortbildung gefunden werden müssen.
In der Galerie unten seht ihr verschiedene Ausschnitte aus dem Testzimmer, in dem die Pflegefehler versteckt sind. Die Teilnehmenden sind bei der Fehlersuche in den Rooms of Horrors durchaus überrascht, wie viele mögliche Risiken im Alltag oft übersehen werden. Das Trainingsformat wurde von den Hygienefachkräften Regina Bilstein, Iris Strohhammer und Ingo Nowak entwickelt. Praktisches Erleben statt langweiliger PowerPoint Präsentation. (kö)















