
Grüne stellen Anfrage an Bürgermeister
Der Blaualgenbefall im Seilersee beschäftigt die Grünen in Iserlohn. Die Ratsfraktion hat sich mit einer offiziellen Anfrage an Bürgermeister Michael Joithe gewandt. Hintergrund sind aktuelle Berichte, wonach die Stadtverwaltung derzeit auf Pumpen am Schieberturm setzt, um das Wasser mit Sauerstoff anzureichern. Außerdem hoffen die Verantwortlichen demnach auf sinkende Temperaturen und Regen. Aus Sicht der Grünen reicht das aber nicht aus, um das Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen.
Kritik an bisherigen Maßnahmen am Seilersee
Nach Einschätzung der Grünen ist der Einsatz der Pumpen nur eine Bekämpfung der Symptome. Die Fraktion verweist darauf, dass das Problem durch den Klimawandel inzwischen fast in jedem Sommer auftrete. Deshalb wollen die Politiker wissen, wie die Ursachen des Blaualgenbefalls langfristig angegangen werden können. In ihrer Anfrage geht es unter anderem darum, wie sich Nährstoffeinträge in den Seilersee verringern lassen. Außerdem schlagen die Grünen naturnahe Sanierungsansätze vor, etwa eine gezielte Bepflanzung, eine Entschlammung oder die Einbindung von Fachbehörden wie dem Ruhrverband.
Forderung nach Daten und langfristigen Lösungen
Die Grünen verlangen von der Stadt auch konkrete Messdaten zur Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen. Aus ihrer Sicht müsse nachvollziehbar sein, ob die Pumpen am Schieberturm tatsächlich einen nachhaltigen Effekt haben. Der Seilersee ist ein beliebtes Naherholungsgebiet in Iserlohn und hat deshalb für viele Menschen in der Stadt eine besondere Bedeutung. Gerade deshalb müsse die Entwicklung nach Ansicht der Fraktion genauer beobachtet werden. Ziel sei ein langfristiges Konzept, das nicht nur auf akute Wetterveränderungen setzt.
Gefahr für Kinder und Hunde
Blaualgen, auch Cyanobakterien genannt, können für Menschen und Tiere gefährlich werden. Besonders Kinder und Hunde gelten als gefährdet, wenn sie mit belastetem Wasser in Kontakt kommen oder es aufnehmen. Am Seilersee hatte die Stadt bereits Pumpen installiert, um dem Sauerstoffmangel im Wasser entgegenzuwirken. Radio MK hatte im vergangenen Jahr berichtet, dass diese Maßnahme die Situation verbessern soll und dass damals ebenfalls auf kühlere Witterung gehofft wurde. Schon 2023 und 2025 hatte es Warnungen wegen giftiger Blaualgen im Seilersee gegeben: