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Datenkrake statt Gratis-Shampoo
© Pixabay / Symbolbild
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Datenkrake statt Gratis-Shampoo

Böses Erwachen: Eine 26-jährige Iserlohnerin hat sich auf eine Online-Stellenanzeige beworben und jetzt - wenige Wochen später - mehr als zehn Konten bei Banken und Krypto-Plattformen.


Veröffentlicht: Montag, 22.02.2021 14:09

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Die ganze Geschichte: Kurz vor Silvester entdeckt die junge Frau ein Inserat in einem bekannten Kleinanzeigen-Online-Portal. Ein Unternehmen sucht "Produkttester". Wie gefordert macht die Iserlohnerin ein Selfie von sich mit dem Personalausweis in der Hand, scannt den Personalausweis und ihre Unterschrift ein und schickt alles ab. Seit Mitte Januar bekommt sie nun regelmäßig Post von Banken oder Plattformen, die mit Krypto-Währungen handeln. Sie hat mittlerweile Anzeige erstattet. Die Polizei sagt: Solche Jobangebote sind zwar verführerisch, weil man sein Zuhause nicht verlassen muss zum Geldverdienen. Tatsächlich sollten sich die vermeintlichen Tester aber nicht allzu große Hoffnungen machen auf eine Flut von Parfum- oder Shampoo-Proben. Es geht nur um private Daten!

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Weitere Tipps der Polizei

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Ausweisdaten und Unterschriften lassen sich missbrauchen und vergolden. Viele Verbraucher kennen die so genannte Video-Verifizierung auch bei der Eröffnung von Bankkonten. Um sich zu identifizieren, brauchen Kunden dann nicht mehr in die nächste Filiale oder oder zu einer Post. Stattdessen posieren sie mit dem Ausweis in der Hand vor der Handykamera. Doch diese Technik lässt sich natürlich auch missbrauchen.

Auf diese Weise sind bereits viele Betroffene nichtsahnend zu den Helfern Krimineller geworden. Das merken Opfer oft erst dann, wenn gegen sie wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt wird.


  - Seid vorsichtig bei Jobangeboten und anderen verlockenden Angeboten, bei denen ihr euch online mittels Video-Ident-Verfahren verifizieren sollen.

  - Übermittelt keine Ausweis-Dokumente!

  - Überprüft den Anbieter - zum Beispiel auf deren Internet-Seite! Steckt wirklich dieses Unternehmen hinter dem Angebot?

  - Klärt beim Video-Ident-Anbieter, an welche Adressen eure Zugangsdaten gehen!

  - Wenn ihr Betrug bemerkt, erstellt vom Jobangebot und anderen Anzeigen einen Screenshot als Beweismittel für die Polizei.

  - Im Zweifel Anzeige bei der Polizei erstatten!

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