
Blackout in Iserlohn: Ursache vermutlich Technik-Defekt
Ein Brand in einer Schaltstation hat am Mittwoch (25.03.) für einen stundenlangen Stromausfall in weiten Teilen von Iserlohn gesorgt. Rund 15.000 Einwohner im Westen der Stadt waren von der Unterbrechung betroffen, während Rettungskräfte und Stadtwerke unter Hochdruck an einer Lösung arbeiteten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 26.03.2026 06:33
15.000 Iserlohner von Stromausfall betroffen
Ein massiver Stromausfall hat am gestrigen Mittwoch (25.03.) das öffentliche Leben in Iserlohn zeitweise zum Stillstand gebracht. Auslöser für den Blackout war ein Feuer in einer 10.000-Volt-Schaltstation der Iserlohner Stadtwerke an der Gerichtsstraße. Von etwa 11 Uhr bis 14:45 Uhr blieben die Steckdosen in der Innenstadt und im Iserlohner Westen ohne Funktion. Insgesamt waren rund 15.000 Menschen von der technischen Störung betroffen. Die Experten der Stadtwerke vermuten derzeit einen technischen Defekt als Ursache für das folgenschwere Feuer. Eine vorsätzliche Tat oder Fremdeinwirkung schließt die Polizei nach ersten Erkenntnissen hingegen aus.
Ampeln aus – Krankenhäuser mit Notstrom in Iserlohn
Die Auswirkungen des Stromausfalls waren im gesamten Stadtgebiet deutlich spürbar, da unter anderem zahlreiche Ampelanlagen ausfielen. Besonders kritisch war die Situation für die medizinische Versorgung, weshalb die beiden Iserlohner Krankenhäuser umgehend auf ihre Notstromversorgung umschalteten. Auch für soziale Einrichtungen wurden vorsorglich Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um auf einen längeren Blackout vorbereitet zu sein. Das Rote Kreuz stellte für die Kindertagesstätte „Henry“ ein eigenes Notstromaggregat zur Verfügung. Ebenso wurde das St. Aloysius-Altenpflegeheim mit entsprechender Technik ausgestattet, falls die Störung bis in die Nacht angedauert hätte. Durch diese schnellen Reaktionen konnte die Versorgung der Bewohner und Patienten zu jeder Zeit sichergestellt werden.
Großeinsatz der Feuerwehr an der Gerichtsstraße
Der Einsatz an der brennenden Schaltstation gestaltete sich für die Rettungskräfte als äußerst schwierig und gefährlich. Insgesamt waren rund 150 Feuerwehrleute vor Ort, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Um das Feuer in der elektrischen Anlage sicher zu bekämpfen, mussten spezielle CO2-Löscher eingesetzt werden, die das Feuer durch das Verdrängen von Sauerstoff ersticken. Während der Löscharbeiten kam es zu einem tragischen Zwischenfall, bei dem zwei Feuerwehrmänner durch Stromschläge verletzt wurden. Beide Männer mussten zur weiteren Behandlung stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Zeitgleich war die Feuerwehr zudem bei einem Brand in einem Müllbunker an der Giesestraße gefordert, den die Einsatzkräfte jedoch schnell löschen konnten.