
WestfalenBahn übernimmt RE 34 im Dezember
Auf der wichtigen Bahnverbindung durch den Märkischen Kreis steht ein Betreiberwechsel an. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 übernimmt die WestfalenBahn aus Bielefeld die Linie RE 34 von DB Regio. Der Vertrag läuft nach Angaben des Unternehmens über 14 Jahre. Die Linie verbindet Dortmund und Siegen und hält im Märkischen Kreis unter anderem in Letmathe, Altena, Werdohl und Plettenberg. Geplant ist, dass der „Dortmund-Siegerland-Express“ dann in der Regel einmal pro Stunde fährt.
Strecke im Sauerland teils noch gesperrt
Noch ist die Lage auf der Ruhr-Sieg-Strecke aber nicht überall planmäßig. Wegen Schäden an zwei Brückenbauwerken im Kreis Olpe ist der Zugverkehr auf Teilen der Strecke aktuell unterbrochen. Die Sanierung soll eigentlich im Dezember abgeschlossen sein. Zuletzt hatte es auf der Strecke auch Verzögerungen gegeben, unter anderem an der Oberleitung in Altena. Die Deutsche Bahn hält trotzdem am bisherigen Zeitplan fest.
Ersatzbusse bei weiterer Sperrung möglich
Sollte die Strecke beim Betreiberwechsel im Dezember noch nicht komplett frei sein, will die WestfalenBahn einen Ersatzverkehr mit Bussen sicherstellen. Das Unternehmen kündigt an, Fahrgästen auch in diesem Fall eine verlässliche Verbindung anzubieten. Für Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie andere Reisende im Märkischen Kreis ist das besonders wichtig, weil die RE 34 eine zentrale Verbindung zwischen Südwestfalen und dem Ruhrgebiet ist. Mit dem geplanten Stundentakt soll das Angebot auf der Strecke zudem ausgeweitet werden. In Siegen gibt es außerdem Anschlüsse in Richtung Betzdorf und Bad Berleburg.
Neue Fahrzeuge auf der RE 34 geplant
Zum Start plant die WestfalenBahn den Einsatz moderner Züge vom Typ Siemens Mireo Smart. Voraussetzung ist laut Unternehmen, dass die Streckensperrungen bis dahin aufgehoben sind. Die Fahrzeuge sollen unter anderem Klimaanlagen, kostenloses WLAN, Steckdosen und Bereiche für Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder bieten. Außerdem ist ein barrierefreier Einstieg vorgesehen. Laut WestfalenBahn gibt es mindestens 214 Sitzplätze pro Zug.
Betreiber mit Erfahrung im Regionalverkehr
Die WestfalenBahn ist seit 2005 im Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen unterwegs. Nach Unternehmensangaben werden auf mehreren Linien pro Jahr mehr als 20 Millionen Fahrgäste befördert. Knapp 500 Mitarbeitende arbeiten für das Unternehmen. Den Zuschlag für die RE 34 bekam die WestfalenBahn in einem Vergabeverfahren des Nahverkehrs Westfalen-Lippe und des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr. Künftig sind auf der Linie laut Pressemitteilung rund 1,75 Millionen Zugkilometer pro Jahr vorgesehen.