
Gewerkschaft will günstigeres D-Ticket für Azubis im Märkischen Kreis
Im Märkischen Kreis gibt es rund 7.300 Auszubildende, die täglich auf Bus und Bahn angewiesen sind. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) setzt sich nun dafür ein, dass diese jungen Menschen das Deutschland-Ticket deutlich günstiger erhalten. Konkret fordert die NGG, dass das Land Nordrhein-Westfalen und die Arbeitgeber jeweils die Hälfte des Ticketpreises übernehmen. Damit könnten Azubis für nur 31,50 Euro pro Monat mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein.
Appell an Landesregierung und Arbeitgeber in NRW
Die NGG Südwestfalen hat einen klaren Appell an die NRW-Landesregierung gerichtet: Azubis sollen mit einem sogenannten „D-Ticket light“ unterstützt werden. Die Gewerkschaft betont, dass das Deutschland-Ticket ab Januar von 58 auf 63 Euro pro Monat steigt – eine erhebliche Belastung für Auszubildende. NGG-Geschäftsführerin Isabell Mura fordert, dass Nordrhein-Westfalen dem Beispiel Niedersachsens folgt, wo das Land und die Arbeitgeber gemeinsam für eine Halbierung des Ticketpreises sorgen.
Vorbild Niedersachsen: Mobilität für Azubis im Märkischen Kreis
In Niedersachsen übernimmt das Land 20 Prozent der Ticketkosten, bei Beteiligung der Arbeitgeber steigt der Zuschuss sogar auf 25 Prozent. So zahlen Azubis dort nur noch die Hälfte des regulären Preises. Die NGG sieht darin einen „echten Mobil-Deal“ und fordert, dieses Modell auch im Märkischen Kreis und ganz NRW umzusetzen. Neben der Landesregierung sollen sich auch die heimischen Arbeitgeber für ein vergünstigtes Deutschland-Ticket für Auszubildende stark machen, um die Mobilität junger Menschen nachhaltig zu sichern.