
Arbeitslosigkeit im Märkischen Kreis sinkt im Mai leicht
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Iserlohn hat sich der Arbeitsmarkt im Mai 2026 leicht entspannt. Kreisweit waren rund 18.560 Menschen arbeitslos gemeldet - knapp 450 weniger als noch im April. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent. Dennoch sieht die Arbeitsagentur darin keine grundlegende Trendwende. Der Arbeitsmarkt bleibe aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Lage weiter unter Druck. Im Kreis sind aktuell mehr als 3.200 freie Stellen gemeldet.
"Positiv ist insbesondere, dass sich die Jugendarbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat spürbar verringert hat und auch insgesamt weniger Menschen arbeitslos geworden sind.", betont Sebsatian Unkhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Iserlohn.
Arbeitslosigkeit im Märkischen Kreis sinkt im Mai leicht
Agentur-Chef Sebastian Unkhoff bewertet den Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit als besonders bemerkenswert. Eine echte Trendwende sei das jedoch noch nicht, da sich viele Unternehmen wegen der schwierigen Wirtschaftslage zurückhielten.
"Die Entwicklung zeigt damit erste Entlastungssignale, spiegelt aber weiterhin die wirtschaftlich schwierige Lage und zunehmend auch die Auswirkungen des demografischen Wandels wider. Deshalb bleibt die nachhaltige Stabilisierung des Arbeitsmarktes eine zentrale Herausforderung", resümiert Sebastian Unkhoff.
Auch im Vorjahresvergleich zeigt sich ein gemischtes Bild: Während etwa Herscheid mit einem Minus von 16,5 Prozent und Halver mit einem Minus von 11,7 Prozent deutlich weniger Arbeitslose verzeichnen als vor einem Jahr, liegt die Zahl in Iserlohn um 6,9 Prozent und in Werdohl um 7,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Bezirk Lüdenscheid sank die Quote im Jahresvergleich von 8,6 auf 8,3 Prozent.
Ausbildungsmarkt im MK: Mehr Bewerber, weniger Lehrstellen
Auf dem Ausbildungsmarkt im Märkischen Kreis verschärft sich die Lage. Seit Oktober 2025 haben sich kreisweit mehr als 2.100 Jugendliche bei der Berufsberatung gemeldet - elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dem stehen nur gut 1.900 gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber, ein Rückgang von 16 Prozent. Besonders in der Industrie und im Handwerk fehlen Ausbildungsplätze. Aktuell sind noch mehr als 1.000 Lehrstellen unbesetzt, vor allem im Einzelhandel und im kaufmännischen Bereich. Agenturchef Sebastian Unkhoff appelliert an die Unternehmen, trotz unsicherer Zeiten weiterhin in den Nachwuchs zu investieren.