Anzeige
Arbeitgeberverband kritisiert Krisenbonus
© Radio MK
Teilen:

Arbeitgeberverband kritisiert Krisenbonus

Der Märkische Arbeitgeberverband aus Iserlohn kritisiert die Pläne der Bundesregierung für einen steuerfreien Krisenbonus. Aus Sicht des Verbands weckt der freiwillige Bonus für Beschäftigte Erwartungen, die viele Unternehmen im Märkischen Kreis nicht erfüllen könnten.

Veröffentlicht: Mittwoch, 15.04.2026 06:21

Anzeige

Kritik aus Iserlohn am Krisenbonus

Anzeige

Der Märkische Arbeitgeberverband aus Iserlohn lehnt die Pläne der Bundesregierung für einen steuerfreien Krisenbonus von bis zu 1.000 Euro ab. Nach den bisherigen Vorstellungen soll der Bonus zwar steuer- und abgabenfrei sein, gezahlt werden müsste er aber freiwillig von den Arbeitgebern. Einen Anspruch für Beschäftigte gibt es demnach nicht. Der Verband sieht darin trotzdem ein Problem. Aus seiner Sicht entstehen Erwartungen bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die viele Betriebe derzeit nicht erfüllen können.

„Mit der Steuer- und Abgabenfreiheit eines sogenannten „Krisen-Bonus“ von 1.000 Euro entwirft die Politik einen Plan zu Lasten Dritter. Dieses Geld müssten die Unternehmen zahlen und nicht der Staat. Die Politik weckt damit Erwartungen, die viele Unternehmen in der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage schlicht nicht werden erfüllen können. Eine Erhöhung der Pendlerpauschale wäre deutlich zielführender gewesen.“ - Fabian Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des Märkischen Arbeitgeberverbands
Anzeige

Unternehmen im Märkischen Kreis unter Druck

Anzeige

Nach Angaben des Verbands sind viele heimische Unternehmen wirtschaftlich stark belastet. Gerade in einer schwierigen Lage sei zusätzlicher finanzieller Spielraum oft nicht vorhanden. Deshalb hält der Märkische Arbeitgeberverband die freiwillige Auszahlung eines solchen Bonus in vielen Fällen für kaum umsetzbar. Die Kritik richtet sich dabei nicht gegen steuerfreie Entlastungen an sich. Der Verband bemängelt vor allem, dass die Kosten nicht vom Staat getragen werden, sondern bei den Betrieben liegen würden.

Anzeige

Pendlerpauschale aus Sicht des Verbands bessere Lösung

Anzeige

Als sinnvollere Maßnahme nennt der Märkische Arbeitgeberverband eine höhere Pendlerpauschale. Aus Sicht des Verbands hätte das Beschäftigte gezielter entlastet, ohne zusätzlichen Druck auf die Unternehmen auszuüben. Der Verband sieht darin eine bessere Alternative zum geplanten Krisenbonus. Damit bleibt die Diskussion über mögliche Entlastungen für Beschäftigte und die Belastung der Betriebe auch in der Region ein Thema.

Anzeige

Hintergrund zum Bonus der Bundesregierung

Anzeige

Die Bundesregierung plant einen steuerfreien Krisenbonus von bis zu 1.000 Euro für Beschäftigte. Die Zahlung soll freiwillig durch die Arbeitgeber erfolgen. Der Märkische Arbeitgeberverband aus Iserlohn hat diese Pläne nun deutlich kritisiert. Vor allem mit Blick auf die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe in der Region sieht der Verband die Maßnahme skeptisch.

Anzeige
Anzeige
Anzeige