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AOK warnt im Märkischen Kreis vor Legionellen nach Reise
© AOK / Colourbox / hfr
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AOK warnt im Märkischen Kreis vor Legionellen nach Reise

Wer aus dem Urlaub in den Märkischen Kreis zurückkehrt, sollte vor der ersten Nutzung alle Wasserhähne einige Minuten laufen lassen. Die AOK warnt vor Legionellen in stehendem Leitungswasser und gibt Tipps, wie sich das Infektionsrisiko senken lässt.

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Legionellen-Risiko nach dem Urlaub im Märkischen Kreis

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Nach längerer Abwesenheit können in Wohnungen und Büros im Märkischen Kreis Bedingungen entstehen, in denen sich Legionellen leichter vermehren. Nach Angaben der AOK begünstigen warme Temperaturen und stehendes Restwasser das Wachstum der Bakterien. Besonders problematisch ist das in Wasserleitungen, die über Tage oder Wochen nicht genutzt wurden. Die Keime können über feinste Wassertröpfchen, sogenannte Aerosole, in die Lunge gelangen. Das kann zum Beispiel beim Duschen passieren. Für Rückkehrer aus dem Sommerurlaub bedeutet das: Vor dem ersten Duschen, Trinken oder Nutzen des Wassers sollten alle Leitungen mit heißem und kaltem Wasser einige Minuten durchgespült werden. So wird stehendes Wasser aus den Leitungen entfernt. Während des Spülens sollte der Raum möglichst verlassen oder gut gelüftet werden. Dadurch lässt sich das Einatmen möglicher Aerosole verringern.

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Das rät die AOK für Wohnungen und Büros

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Die AOK verweist darauf, dass sich Legionellen besonders gut in warmem Wasser zwischen 25 und 45 Grad vermehren. Ab etwa 55 Grad wird ihre Vermehrung deutlich gehemmt. Bei Temperaturen ab rund 60 Grad sterben die Bakterien zunehmend ab. Deshalb rät die Krankenkasse dazu, die Temperatur des Warmwasserspeichers nicht unter 60 Grad abzusenken.

„Wer jetzt aus dem Urlaub kommt, sollte alle Wasserleitungen vor der ersten Nutzung einige Minuten heiß und kalt durchspülen. So wird stehendes Wasser aus den Leitungen entfernt und das Risiko einer Infektion reduziert. Während des Spülens möglichst den Raum verlassen oder gut lüften, um das Einatmen möglicher Aerosole zu vermeiden“ - Dirk Schneider, AOK-Serviceregionsleiter.

Die Hinweise gelten laut AOK nicht nur für Wohnungen, sondern auch für Büros, die in der Ferien- oder Urlaubszeit leer standen. Wer Energiekosten sparen will, sollte die Warmwassertemperatur nach Angaben der AOK trotzdem nicht zu stark senken. Hintergrund ist, dass sich Legionellen in lauwarmem Wasser besonders wohlfühlen. Kaltes Wasser kann die Bakterien zwar ebenfalls enthalten, bei weniger als 20 Grad vermehren sie sich jedoch laut AOK nicht nennenswert.

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Welche Krankheiten Legionellen auslösen können

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Eine Infektion mit Legionellen kann unterschiedliche Folgen haben. Die sogenannte Legionärskrankheit ist eine schwere Form der Lungenentzündung. Laut AOK beginnt sie oft rasch mit Brust- und Kopfschmerzen, Husten, Schüttelfrost und hohem Fieber. In einzelnen Fällen kann es auch zu Verwirrtheit sowie zu Bauchschmerzen, Durchfall oder Erbrechen kommen. Die Erkrankung kann schwer verlaufen. Daneben gibt es mit dem Pontiac-Fieber eine mildere Form der Erkrankung. Sie verläuft ohne Lungenentzündung und ähnelt eher einer Grippe mit Fieber, Unwohlsein sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Auch Husten und Brustschmerzen sind möglich. Nach Angaben der AOK heilt diese Form in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst aus. Wichtig ist außerdem: Legionellen werden nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

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Wer besonders gefährdet ist

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Nach Angaben der AOK sind vor allem Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr, ältere Menschen und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen stärker gefährdet. Reisen gelten außerdem als bekannter Risikofaktor für Legionelleninfektionen. Gerade nach der Rückkehr aus dem Urlaub rückt das Thema deshalb wieder in den Fokus. Der wichtigste praktische Rat bleibt, Wasserleitungen vor der Nutzung gründlich zu spülen und Innenräume dabei gut zu lüften.

„Der beste Schutz gegen eine unerwünschte Vermehrung von Legionellen ist eine ganzjährig ausreichend hohe Wassertemperatur des Trinkwassers. Bei einem Haus mit zentraler Wassererwärmung und zentralem Warmwasser-Speicher sollte die Regler-Temperatur am Trinkwasser-Erwärmer auf mindestens 60 Grad Celsius eingestellt sein. Bei Wassertemperaturen oberhalb von 55 Grad Celsius wird das Legionellenwachstum wirksam gehemmt, oberhalb von 60 Grad Celsius sterben die Keime ab“ - Dirk Schneider, AOK-Serviceregionsleiter.
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