
A45-Crash auf Lennetalbrücke: Polizei prüft illegales Rennen
Nach dem schweren Unfall auf der A45 an der Lennetalbrücke hat die Polizei nun Details zum Unfallhergang mitgeteilt. Es gibt Hinweise auf ein mögliches verbotenes Autorennen - beide beteiligten Pkw wurden sichergestellt.
Veröffentlicht: Dienstag, 28.04.2026 12:45
Fünf Verletzte auf A45: Audi und Suzuki sichergestellt
+++ Update 29.04.2026 +++
Die Polizei Dortmund hat am Mittwoch (29.04.) weitere Details zum schweren Unfall auf der Lennetalbrücke der A45 bekannt gegeben. Demnach befuhr am Dienstagnachmittag gegen 13:26 Uhr ein 33-jähriger niederländischer Staatsbürger mit seiner Ehefrau und zwei Kindern im Alter von einem und sechs Jahren in einem Suzuki den mittleren Fahrstreifen in Fahrtrichtung Frankfurt. Der Mann beabsichtigte, eine Sattelzugmaschine zu überholen, und wechselte dafür auf den linken Fahrstreifen. Dort näherte sich von hinten ein 21-jähriger Dortmunder in einem Audi. Trotz eingeleiteter Bremsung konnte der Audi-Fahrer eine Kollision mit dem Heck des Suzuki nicht mehr verhindern. Durch den Aufprall wurde der Suzuki nach rechts gegen die Sattelzugmaschine geschleudert, die ein 41-jähriger ukrainischer Staatsbürger steuerte. Infolge dieser zweiten Kollision kippte der Suzuki auf die linke Fahrzeugseite. Zwei weitere Pkw wurden durch Trümmerteile auf der Fahrbahn beschädigt. Die Polizei schätzt den Gesamtsachschaden auf rund 44.500 Euro.
Fünf Verletzte nach Unfall auf der Lennetalbrücke
Der 33-jährige Suzuki-Fahrer und der 21-jährige Audi-Fahrer erlitten bei dem Unfall schwere Verletzungen. Beide verblieben stationär in einem Krankenhaus. Die Ehefrau und die beiden Kinder des niederländischen Fahrers wurden leicht verletzt.
Hinweise auf verbotenes Autorennen auf der A45
Im Rahmen der Unfallaufnahme ergaben sich laut Polizei Hinweise auf ein mögliches verbotenes Kraftfahrzeugrennen unter Beteiligung des Audis. Zur Unterstützung der Einsatzkräfte erschien das Verkehrsunfall-Team des Polizeipräsidiums Dortmund vor Ort. Sowohl der Audi als auch der Suzuki wurden sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an. Die A45 war in Fahrtrichtung Frankfurt zunächst vollständig gesperrt. Im weiteren Verlauf wurde der Verkehr über den Seitenstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt. Die maximale Staulänge betrug zwischenzeitlich rund 18 Kilometer. Die polizeiliche Unfallaufnahme erstreckte sich bis 20:10 Uhr.