
933 Insektenstich-Behandlungen im Märkischen Kreis
Im Märkischen Kreis sind im vergangenen Jahr 933 AOK-Versicherte nach Insektenstichen ambulant behandelt worden. Die AOK NordWest warnt vor allem vor allergischen Reaktionen, Stichen im Mund- und Rachenraum und den Folgen von Entzündungen.
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Insektenstiche: Wann es gefährlich wird
Mücken, Bremsen, Bienen und Wespen sorgen im Sommer auch im Märkischen Kreis regelmäßig für Probleme. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest mussten im vergangenen Jahr 933 AOK-Versicherte im Märkischen Kreis wegen Insektenstichen ambulant behandelt werden. Die Krankenkasse weist darauf hin, dass ein Stich zwar oft schmerzhaft ist, aber in vielen Fällen folgenlos bleibt. Kritisch wird es nach Angaben der AOK dann, wenn der Körper allergisch reagiert oder wenn ein Stich im Mund- und Rachenraum sitzt. Dann kann schnelle Hilfe wichtig werden.
„Ein Insektenstich ist zwar schmerzhaft, juckt oder brennt, aber meist nicht weiter schlimm. Gefährlich wird es jedoch, wenn der Körper allergisch reagiert oder bei Stichen im Mund- und Rachenraum.“ – Dirk Schneider, AOK-Serviceregionsleiter.
Was bei einem Insektenstich sofort hilft
Nach Angaben der AOK sind die meisten Insektenstiche harmlos. Typisch sind Schmerzen an der Einstichstelle, Rötungen, Juckreiz sowie kleinere Schwellungen oder Quaddeln. Als wichtigste Sofortmaßnahme empfiehlt die Krankenkasse, die betroffene Stelle zu kühlen. Genannt werden dabei zum Beispiel kalte Umschläge, Kühlpacks oder auch klassische Hausmittel wie eine Quarkpackung oder eine aufgeschnittene Zwiebel. Wichtig ist außerdem, nicht zu kratzen, damit keine Keime in die Haut gelangen. Wenn die Beschwerden stärker ausfallen, können laut AOK auch Mittel aus der Apotheke helfen. Dazu zählen zum Beispiel ein Antihistaminikum oder eine cortisonhaltige Salbe. Halten Rötung und Schwellung länger an oder nehmen sogar zu, sollte eine Ärztin oder ein Arzt draufschauen. Denn aus einem zunächst einfachen Stich kann sich auch eine Entzündung entwickeln. Nach Angaben der AOK kann in einzelnen Fällen sogar eine Behandlung mit Antibiotika nötig werden.
Allergische Reaktionen können lebensgefährlich werden
Besonders vorsichtig sollten Menschen sein, die auf Insektengift allergisch reagieren. Nach Angaben der AOK lösen vor allem Bienen- und Wespenstiche schwere Reaktionen aus. Dabei kann es zunächst zu starken örtlichen Beschwerden wie Schwellungen, Rötungen und Juckreiz kommen. In schwereren Fällen treten zusätzlich Schweißausbrüche, Schwindel, Übelkeit oder Herzrasen auf. Noch gefährlicher wird es bei Atemnot, Kreislaufproblemen oder Bewusstlosigkeit. Dann kann ein anaphylaktischer Schock vorliegen. In diesem Fall muss sofort der Notruf 112 gewählt werden. Die AOK verweist darauf, dass in Deutschland im Durchschnitt jedes Jahr rund 200 Menschen an einer anaphylaktischen Reaktion sterben. Menschen mit bekannter Insektengiftallergie sollten sich ärztlich beraten lassen und ein verordnetes Notfallset immer dabeihaben. Ebenso wichtig ist es, die Anwendung dieses Notfallsets zu kennen.
Stiche im Mund- und Rachenraum sind ein Notfall
Als besonders gefährlich gelten nach Angaben der AOK Stiche im Mund- und Rachenraum. Schon eine Schwellung kann dort die Atmung behindern. Deshalb sollte in solchen Fällen umgehend ärztliche Hilfe geholt werden. Wenn die Atemnot zunimmt, muss sofort der Rettungsdienst über die 112 alarmiert werden. Bis Hilfe eintrifft, kann Kühlen von innen und außen sinnvoll sein. Die AOK empfiehlt dafür kalte Umschläge oder einen in ein Handtuch gewickelten Kühlbeutel. Auch Eiswürfel zu lutschen kann helfen, um die Schwellung zu verringern. Gerade im Sommer, wenn viele Menschen draußen essen oder trinken, steigt das Risiko für solche Stiche. Deshalb kann es sinnvoll sein, bei süßen Getränken und Speisen im Freien besonders aufmerksam zu sein.