80 Kündigungen: ITW schließt Werk in Iserlohn-Letmathe

Der Automobilzulieferer ITW (ITW Fastener Products GmbH) schließt sein Werk in Iserlohn-Letmathe nach fast 50 Jahren. Nach Informationen aus Mitarbeiterkreisen sind insgesamt 80 Angestellte gekündigt worden.

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Schließung des ITW-Werks in Iserlohn-Letmathe

Nach fast 50 Jahren ist Schluss: Der Automobilzulieferer ITW schließt sein Werk in Iserlohn-Letmathe. Das Unternehmen war seit 1975 am Standort Letmathe in der Liegnitzer Straße 1 vertreten. Nach Informationen aus Mitarbeiterkreisen sind inzwischen insgesamt 80 Angestellte gekündigt worden. Die Mitarbeiterschaft soll im November 2023 über die Schließungspläne informiert worden sein. Aktuell arbeitet noch ein kleiner Teil der Belegschaft vor Ort. Ende Oktober 2024 soll das Werk komplett geschlossen werden.

Gründe für die Schließung in Iserlohn-Letmathe

Grund für diesen Schritt ist offenbar der Wechsel auf E-Mobilität. ITW hat in Letmathe über Jahrzehnte Verbindungselemente für Verbrenner gebaut. Zum Beispiel Schrauben, die die Plastikabdeckung auf dem Motor halten. Diese Produkte werden bei E-Autos nicht mehr gebraucht und sind daher überflüssig geworden.

Auswirkungen auf die Mitarbeiter in Iserlohn-Letmathe

Die Konsequenz ist die Schließung des Standortes. Nach Informationen von Radio MK haben die Mitarbeiter, die jetzt gekündigt wurden, im Schnitt 25 Jahre im Betrieb gearbeitet. Ihnen soll demnach auch bei Interesse dabei geholfen worden sein, eine neue Anstellung zu finden - zum Beispiel durch Bewerbertrainings oder Kontaktaufnahme bei entsprechenden Konkurrenzfirmen.

Das steckt hinter ITW in Letmathe

Die ITW Fastener Products GmbH in Iserlohn-Letmathe gehört zu US-amerikanischen Illinois Tool Works Gruppe, welche im Jahr 1912 gegründet wurde. Eigenen Angaben zufolge produziert die börsennotierte ITW Inc. Group seit über 100 Jahren Befestigungsmittel, Bauelemente, Geräte, Verbrauchsmaterialien und besondere Produkten für Kunden weltweit. Auf der Webseite des Unternehmens heißt es:

"ITW beschäftigt rund 48.000 Angestellte in über 600 Betrieben, die in 57 Ländern ansässig sind."

Demnach hat das Unternehmen im Jahr 2019 insgesamt mehr als 14 Milliarden Dollar eingenommen. Das sind knapp 13 Milliarden Euro. / RaK