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61 Millionen Euro Hilfe nach A45-Sperrung bei Lüdenscheid
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61 Millionen Euro Hilfe nach A45-Sperrung bei Lüdenscheid

Die jahrelange Sperrung der Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid hat viele Firmen im Märkischen Kreis wirtschaftlich stark belastet. 176 Unternehmen nutzten deshalb den A45-Notkredit des Landes NRW, insgesamt flossen rund 61 Millionen Euro.

Veröffentlicht: Donnerstag, 21.05.2026 06:12

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A45-Sperrung belastete Firmen im Märkischen Kreis

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Die lange Sperrung der Rahmedetalbrücke auf der A45 hat viele Unternehmen im Märkischen Kreis in eine schwierige Lage gebracht. Vor allem Betriebe mit Lieferverkehr, Handwerksfirmen und Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe mussten über Jahre mit weiten Umwegen planen. Dadurch stiegen die Kosten für Transporte, Fahrzeiten und Personal deutlich. Gleichzeitig kam es in vielen Fällen zu Umsatzeinbußen. Mit der Wiedereröffnung der neuen Brücke endet nun auch das spezielle Hilfsprogramm des Landes NRW für betroffene Betriebe.

„Die Sperrung traf Menschen und Wirtschaft in Südwestfalen schwer“ - Mona Neubaur, NRW-Wirtschaftsministerin
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176 Betriebe nutzten den Universalkredit A45

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Nach Angaben von NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur haben 176 Unternehmen in Nordrhein-Westfalen den „Universalkredit A45“ der landeseigenen NRW.Bank genutzt. Insgesamt wurden rund 61 Millionen Euro an Förderdarlehen vergeben. Knapp 11 Millionen Euro davon wurden als Tilgungsnachlässe aus Landesmitteln gewährt. Das heißt: Ein Teil der Kreditsumme musste von den Unternehmen nicht zurückgezahlt werden. Das Programm richtete sich seit März 2022 an kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe sowie freiberuflich Tätige.

„Ob in Lüdenscheid, Plettenberg oder Werdohl, ob im verarbeitenden Gewerbe, dem Kfz- oder dem Baugewerbe: Viele Betriebe kämpften mit längeren Lieferwegen, höheren Kosten und Umsatzeinbußen.“ - Mona Neubaur, NRW-Wirtschaftsministerin
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Ende des Kreditprogramms nach Brücken-Freigabe

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Die Rahmedetalbrücke war im Dezember 2021 wegen Einsturzgefahr gesperrt worden. 2023 wurde das Bauwerk gesprengt. Seit Mitte Dezember 2025 rollt der Verkehr wieder über die neue Brücke bei Lüdenscheid. Mit dieser Wiedereröffnung endet nun auch das Sonderprogramm für die Wirtschaft. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums war der Kredit mit niedrigen Zinssätzen und einem Tilgungsnachlass von bis zu 20 Prozent beziehungsweise maximal 100.000 Euro pro Betrieb verbunden.

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Vier Jahre waren für die Region eine Belastung

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Für viele Unternehmen im Märkischen Kreis war die Sperrung nicht nur ein Verkehrsproblem, sondern eine dauerhafte wirtschaftliche Belastung. Die Umleitungen führten über Jahre durch Städte und Gemeinden der Region. Das machte Lieferketten komplizierter und verteuerte den Arbeitsalltag vieler Betriebe. Gerade für Firmen, die auf pünktliche Transporte und planbare Wege angewiesen sind, waren die Folgen deutlich spürbar. Mit dem Ende des Kreditprogramms schließt sich jetzt ein Kapitel, das viele Unternehmen in der Region viel Kraft gekostet hat.

„Wirtschaftlich, logistisch und menschlich sei die vier Jahre währende Sperrung der Brücke für Menschen und Unternehmen in Südwestfalen eine Zumutung gewesen.“ - Mona Neubaur, NRW-Wirtschaftsministerin
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