
Polizei im Märkischen Kreis: 147 Tier-Einsätze mit Kühen, Ponys & Falken
Die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis meldet für den laufenden Monat bereits 147 Einsätze im Zusammenhang mit Tieren. Entlaufene, verletzte und ausgesetzte Tiere beschäftigen die Beamten quer durch den gesamten Kreis. Die Meldungen reichen von Nutztieren auf der Fahrbahn bis hin zu verletzten Wildvögeln und einer ausgesetzten Katze auf der Autobahn. Die Polizei nimmt entlaufene Haustiere wie Hunde in Obhut oder übergibt sie dem Tierschutzverein, bis der Eigentümer gefunden ist. Verletzte Wildtiere werden dem jeweils zuständigen Jagdausübungsberechtigten gemeldet.
Vierbeiner in Herscheid, Lüdenscheid und Meinerzhagen sorgen für Polizeieinsätze
In Herscheid standen vier Kühe und ein Kalb an der Verbindungsstraße zwischen Hüinghausen und Wellin am Fahrbahnrand. Polizeibeamte bugsierten die Tiere von der Straße und bewachten sie am Waldrand, bis der Bauer sie abholte. In Lüdenscheid-Pöppelsheim irrten Schafe über die Fahrbahn. In Meinerzhagen trabten in der Nacht zwei ausgebüxte Ponys durch die Straßen.
Aus Kierspe wurde ein verletzter Vogel gemeldet - die Polizei stellte den Kontakt zum Tierschutz her. In Altena vermittelten Beamte kurz nach 22 Uhr einen verletzten Turmfalken, der gegenüber dem Burggymnasium an Containern entdeckt worden war, an einen Greifvogel-Fachmann. Am Sonntag saß eine ausgesetzte junge Katze am Rastplatz an der A 45.
Wildwechsel im MK: Polizei mahnt zur Vorsicht
Die Polizei nutzt die aktuelle Häufung der Tier-Einsätze für einen Hinweis an alle Verkehrsteilnehmenden: Auf Wildwechsel im Märkischen Kreis ist besonders zu achten. Wo ein Reh die Straße überquert, könnten weitere Tiere aus dem Gebüsch springen. Das gilt vor allem auf Landstraßen und an Waldrändern. Im Jahr 2024 zählte die Polizei im Märkischen Kreis rund 650 Unfälle mit Wildtieren. Wer ein verletztes Wildtier entdeckt, sollte es nicht berühren, sondern die Polizei verständigen.
Hitze im MK: Tiere nicht im Auto zurücklassen
Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass Tiere bei den aktuellen Temperaturen nicht im Auto zurückgelassen werden dürfen. Hunde und andere Tiere können extreme Hitze noch schlechter ausgleichen als Menschen. Bereits kurze Zeit in einem geparkten Fahrzeug kann für Tiere lebensgefährlich werden. Die Polizei kann in solchen Fällen eingreifen.
